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Freitag, 2. Oktober 2015

KuK – Innovatives - made in Austria

... ein Käfig voller Dampf 

Mein heutiger Interviewpartner:

180 kg verteilt auf 1m 96cm, getragen von zwei Säulen, die in Schuhen mit der Größe 47 1/2 untergebracht sind. Dazu ein knallrotes Shirt, das Mühe hat, den Giganten einzuhüllen.
Hände, so groß, dass meine X Cube II darin aussieht, als wäre es eine Miniaturversion eines Mini-iSticks.
Ganz klar:
Christian in da House!



Christian Köhbach, 34, arbeitet bei der ÖBB und ist zuerst einmal: Dampfer. Und Produzent/Co-Produzent des „1. Österreichischen Dampfertalk“ - einer Sendung von und für Dampfer (Eigenbeschreibung auf Facebook), die in regelmäßigen Abständen live (!) über die Bühne geht, dann ist da noch sein Engagement bei einigen Händler und Herstellern, wo er sich als eine Art Mediator zwischen Verbrauchern und dem Vertrieb sieht und nicht zuletzt:

Er ist Teil von KuK – einer kleinen und innovativen Mod-Schmiede aus Wien, die mit sehr ausgefallenen Materialien arbeitet – oder besser gesagt: gearbeitet hat.

Im Interview bezeichnet sich Christian selbst als „technovativ“ - schafft damit gleich einmal eine neue Wortkreation – und offen für alles, was da noch kommt.



„Christian, seit wann dampfst Du und wie hat es bei Dir angefangen?“
„Das war Anfang 2012 – ich war starker Raucher mit bis zu drei Packungen pro Tag - und: mit einer ego-T. Ich war schon immer 'technovativ' und allem Technischen gegenüber neugierig. Irgendwie war es daher logisch, dass ich die E-Zigarette probierte – und dabei geblieben bin.“

„Aber das ist ja längst nicht alles – Du bist ja nicht nur beim Dampfen geblieben...“
„Das stimmt. Ich bin mit Leib und Seele Dampfer und will meines dazu beitragen, damit möglichst viele Menschen mein Hobby teilen.“

„Deines …. da gibt’s ja viel zu erzählen, nicht wahr? Lass uns mal mit dem 'ersten österreichischen Dampfertalk' anfangen: was ist das und was soll das bringen?“
„Der Talk informiert über alle möglichen Bereiche rund ums Dampfen. Egal ob wissenschaftlich, politisch, technisch – oder was sonst immer gerade anfällt. Und wir erreichen pro Live-Sendung einige Tauend Zuseher! Wir wollen mit unseren Sendungen am deutschsprachigen Markt ein wenig für Stimmung sorgen und auch Stimmung machen – auch politisch falls es nötig ist. In der Folge sieben hatten wir den Dr. Bernd Mayer zu Gast, der uns allen unglaublich ausführlich und geduldig alle Fragen rund ums Dampfen beantwortete und mit einigen Mythen aufräumte – das war einfach nur geil!“

„Apropo geil: als wir uns das erste Mal getroffen haben, hattest Du nicht nur Deinen Bruder – das andere 'K' bei 'KuK' – mit, sondern auch ein Teil, das meinen HWV zum Rotieren brachte. Was ist damit?“

(Dabei handelte es ich um dieses Teil hier: THE CAGE, einen Akkuträger mit versenktem Verdampfer bis 25mm Durchmesser, den Evolv DNA 40 Chip, wechselbaren 18650 Akku und einer Menge an Innovationen... - zB nur 180 Gramm Gewicht mit Akku!)



„Ja, dieser Mod ist einzigartig.... und wir werden ihn nicht in Serie bauen.“
„Warum nicht?“
„Da gibt es viele Gründe: die Zeit, die dafür nötig ist – mein Bruder und ich haben das ja quasi nebenbei unserer Berufe gemacht - dann die Probleme mit den Chips: da bekommst Du fünf geliefert, von denen drei gleich mal kaputt geliefert werden und musst drei Monate auf die Nachlieferung warten, und nicht zu vergessen: die Kosten! Das Material, das wir verwendet haben, bekommst ja nicht an jeder Ecke: Alumide. Hochfest und sehr leicht und ebenso teuer. Das wird in Belgien dann nach unseren Plänen lasergesintert hergestellt. Stück für Stück – und das kostet...“

„Du hast da einen mit – darf ich?“



Die Box ist federleicht, liegt sehr gut in der Hand und gefällt sowohl vom Design, als auch von der Haptik: greift sich sehr gut an.
„Maximal Bausätze könnte es noch geben – wenn sich das dann jemand antun möchte.... Aber das waren ja nicht die einzigen Mods, die wir hergestellt haben: ganz zu Beginn haben wir Mods in Handarbeit aus Holz hergestellt. Und die sind sehr gut angenommen worden. Aber auch hier: der Aufwand steht sich kaufmännisch nicht dafür. DIe Holz-Boxen waren ja auch wieder sehr innovativ: mit 60 oder 100 Watt, 4600 oder 6400 mAh Lipo-Akkus, und so weiter - alles weit seiner Zeit voraus.“

Hier ein paar Bilder der besagten Holzmods:




„Christian, wird es 'KuK' Mods weder geben?“
„Ehrlich, das kann ich nicht sagen: ohne meinen Bruder – der das technische Know-How für die Konstruktion mitbringt – mache ich sowieso nichts in dieser Richtung. KuK gibt’s nur mit uns beiden – also.... wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“

„Wohin soll/wird Dein Weg gehen? Vom Dampfer zum Moderator/Produzenten hin zum Modder und nun...?“
„Ich seh' mich als Verbindung zwischen den Verbrauchern und den Händlern, habe das Ohr beim Kunden und höre, was gesagt, gewünscht und erwartet wird. Das versuche ich weiter zu kommunizieren und werde auch in Zukunft stärker in meinen Sendungen darauf eingehen. Auch wenn es dann vielleicht wieder heisst: es ist ja eine Verkaufsshow. Ich finde nichts schlechtes dabei, wenn wir den Leuten die neuesten Sachen zeigen und wo man sie bekommt und auch nichts schlechtes, wenn wir das Eine oder das Andere das uns selbst taugt, hervorheben. Da wir nicht dafür bezahlt werden, gehen solche Vorwürfe ohnehin ins Leere. Wir machen das, was uns gefällt und die Zahl der Zuseher gibt uns recht.“

„Christian, vielen Dank für Deine Zeit und für das Interview und viel Glück und Erfolg für Deine weiteren Vorhaben!“


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Christian Köhbach war ein Wunschkandidat von mir: er ist ein Beispiel dafür, was in dieser Branche alles möglich ist, welche unglaubliche Vielfalt hier noch verwirklichbar ist.
Ich habe ihn Ende April 2015 zufällig in einem Shop kennen gelernt, als er mit seinem Bruder auf Einkaufstour war und ich war von der Box „THE CAGE“ - die er damals 'zufällig' mit hatte, von Anfang an begeistert.


Die Idee, die innovative Kraft, die hier dahinter steckt, ist eine Botschaft, die ich allen weitergeben will: das Dampfen steckt noch immer in den Kinderschuhen. Hier gibt es Platz für jede Menge an Kreativität, unternehmerischen Geist und genug Platz, um auch mal ganz neue Wege zu gehen. Das „Rad“ ist zwar schon erfunden, aber das Design lässt noch viel Raum für phantasievolle Entwicklungen. Neue Materialien aus der Windkanalforschung (wie hier zum Beispiel Alumide), neue Technologien und noch vieles mehr, wartet nur darauf entdeckt und umgesetzt zu werden.
Und wir Dampfer werden es kaufen – keine Frage!

Als dann: Vape on!
Wir lesen uns dann nächste Woche wieder zum Thema: Klon oder nicht Klon, das ist hier die Frage!

Bilder:
Felix Huber
Christian Köhbach
K&K Mods

Sonntag, 30. August 2015

Der geglückte Transfer von Wissen

...nur Neues ist informativ


Oberösterreich ist am 23.08.2015 ein gutes Stück klüger geworden - ich neige gar dazu, ein wenig dick aufzutragen und zu schreiben:

"Ein kleiner Dampfstoß für mich, aber eine große Cloud für die Community in Oberösterreich!"

... weil ich begeistert bin vom ersten Dampfer-Info-Tag, den wir in Oberösterreich erleben durften.




Über den wissensbasierten Inhalt des Infotages will ich an dieser Stelle gar nicht viel schreiben - das hat Roland in seinem Blog schon ausreichend getan.


Ich will Euch stattdessen den Background näher bringen, was wir uns dabei überlegt haben und wie es fast schief ging ....

Ganz am Anfang stand/steht unser ganz persönlicher Wunsch, möglichst vielen Rauchern das Dampfen möglichst niederschwellig so näher zu bringen, dass auch die armen Pyro-Anhänger eine ehrliche Chance bekommen, gesünder zu leben.
Einfach nicht noch ein Stammtisch (da gibt es bereits einen genialen in Wien) mehr, kein 99.tes Grillen und Dampfen, sondern eine echte und vor allem sinnvolle Veranstaltung, die Neugierigen das Dampfen, die Philosophie, den Lifestyle, die Hard- und "Soft"-ware und vieles mehr in einer coolen Umgebung so nahe bringt wie nur möglich.

Unser Kollege Franz Schobesberger aus Desselbrunn in Oberösterreich hatte dazu den Vorschlag, das Vorhaben bei ihm umzusetzen. Platz wäre genug (und wie! Ich hatte das Gefühl, in eine Fabrikhalle ins Detroit der 60er Jahre versetzt worden zu sein - MEGA!), ein Studio ist auch gleich angeschlossen (wir wollen ja auch irre Bilder machen....) und überhaupt: in Oberösterreich herrscht geradezu gähnende Leere, was Dampfershops und Infostellen angeht.

Jetzt brauchten wir noch einen, der sich auskennt.

Dazu hat sich der Alchemist aus Wien - Merlin - bereit erklärt. Und es fast nicht geschafft - dazu gleich mehr noch.

Jetzt ging es ans Klientel....
Franz hat diese Aufgabe übernommen und mit seiner Werbeagentur einen Rundruf gestartet. Innerhalb der ersten Minuten waren die Plätze schon ausgebucht....

Wie sich sehr schnell zeige sollte, sind solche "Buchungen" mit Vorsicht zu genießen und die Zahl der Teilnehmer schrumpfte in dem Maße, wie das Thermometer anstieg.... ein heißer Sommertag um den nächsten brachte die Teilnehmerzahl zum dahinschmelzen.
Also haben wir den ersten Termin verschoben: so eine Veranstaltung soll ja viele Leute erreichen.

Beim zweiten Anlauf hat es dann geklappt - die Teilnehmerzahl war akzeptabel.

Am Tag der Veranstaltung hat dann das Schicksal kräftig zugeschlagen: Eine Reifenpanne bei der Anfahrt des Alchemisten, keine neues Rad aufzutreiben (diese "Notsets" sind wirklich eine Not!) und an einem Sonntag quasi am Land einen Mietwagenservice aufzutreiben, das ist eine Herausforderung...

In der Zwischenzeit haben sich die schon anwesenden Neugierigen und "Altdampfer" in Franzens Behausung breit gemacht, den einen oder anderen Coil neu gewickelt und sich angeschnuppert.

Zeitvertreib Teil 1

Zeitvertreib Teil2

Roland in Action ;-)
Der Rest chillte, oder ließ sich von mir im Studio in Pose bringen ;-)

Hausherr Franz Schobesberger - Fotograf und Journalist beim chilligen Warten auf die Truppe aus Wien

Yep - und geknipst haben wir auch ;-)

... und Kunst fotografiert auch :-)


Mit einiger Verspätung rauschten dann der Zauberer aus Wien mit Gefolgschaft und Unmengen an Mods, Liquids, Drähten und jeder Menge an Zeugs zum Vorführen an.

Die Erleichterung war nicht nur groß, sondern umwerfend, weil wir alle es verstanden hätten, wenn ein Anruf gekommen wäre, dass der Infotag verschoben werden soll. Eigentlich hatten wir sogar damit gerechnet:
wer soll sich denn das antun wollen und 250 km in sengender Hitze zu einem Infotreffen fahren, dabei nicht nur eine Panne meistern müssen, sondern einen regelrechten Husarenritt hinzulegen hat, damit er dann bei einer ungewissen Anzahl Neugieriger Small-Talk führen soll?

Nun, Merlin hat nicht nur das umgesetzt, sondern auch eine Menge an guter Laune und unglaublich viel Wissen mitgebracht und geteilt. Einfach so - ohne, dass irgend jemand etwas kaufen, oder seine Seele verpfänden musste ;-)

Und das ist es, was wir wollten: einen niederschwelligen Zugang bieten, Wissen vermitteln ohne Barrieren, der Community zeigen, dass sie wichtig ist und den noch Pyro-Anhängern eine Tür aufstossen.

Was soll ich sagen?
Für mich war dieser eine Tag ein voller Erfolg! Und für den einen oder anderen Neuling ein besonderes Erlebnis:

Von der Pyro zum Dampfen - Richard did it ;-)
Natürlich ist so ein Event aufwendig und nicht einfach zu organisieren. Es ist etwas Besonderes, etwas Neues - es ist informativ.

Haben sich die drei Stunden Anfahrt für mich gelohnt?
Ja - absolut, weil ich nicht nur neue Leute kennen gelernt habe und coole Bilder machen konnte, sondern weil ich erleben durfte, dass eine Idee funktioniert und ein Anfang gemacht wurde, der sehr vielversprechend ist.

Das Rundherum hat sein Übriges dazu getan: die Location ist perfekt gewählt gewesen, die Leute waren sehr gut drauf und unser Alchemist aus Wien - der Merlin von Planet Vapes - hat schwer beeindruckt.

Es wird Fortsetzungen geben, das ist schon mal sicher und jeder Event wird eine Botschaft sein.


Maskottchen "Joy" - dampft nicht aber liebt Dampfer ;-)
Und ich habe auch eine Botschaft an Euch - egal ob schon Dampfer, oder noch nicht:

Vape on!

Autor/in: Monique und Felix
Bilder: Monique und Felix

 

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