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Dienstag, 13. Oktober 2015

O Captain! My Captain!

… our fearful trip is done (the next will come) … 


Frei nach Walt Whitman (1819 – 1892) nehme ich heute Anleihen bei einem Gedicht, das die Rückkehr eines Schiffs nach einer siegreichen Schlacht beschreibt. Anders als im Gedicht allerdings, wird unser heutiger Interviewpartner wohl nicht an den Folgen der Schlacht sterben, die er geschlagen hat. Aber sie hat Spuren hinterlassen und wirft dunkle Schatten voraus....

Sein Name ist Thomas Baburek – ein Mittvierziger, der vom Transportunternehmer und Kampfraucher (60 Pyros pro Tag...) zum Dampfshopbesitzer und Obmann des VFFED (Verein der Fachhändler zur Förderung elektrischer Dampfgeräte) – zum Captain – mutiert ist.

Seine Geschichte ist geradezu 'klassisch-kitschig' nach dem Motto: alles ist möglich.


Als starker Raucher, der während einer 1000km Tour mit seinem Brummi schon mal drei Packungen Lungentorpedos wegputzte, kam er erstmals 2012 mit einer Art Cigalike in Kontakt: ein Freund dampfte im Büro das „ich-wäre-gerne-eine-Zigarette-geworden“-Teil und weckte Thomas' Neugier und wohl zum ersten Mal auch den HWV in ihm.

„Ich habe meinen Freund gefragt: was ist das, was kann das und darf ich es probieren?“, erzählt er und weiter: „Dann hatte ich auch schon meine erste Dampfe und bin seit diesem Augenblick begeistert davon!“

Der Cigalike folgten die ersten mit Wattedepots ausgestatteten Verdampfer und Kollegen und Freunde fragten auf einmal in gleicher Manier wie zuvor Thomas bei seinem Freund nun auch nach den 'E-Zigaretten'.

Nach der ersten zwanzig Anfragen, ob die beiden solche Geräte besorgen würden, fasste Thomas einen Entschluss und sagte schlicht: „Nein – alles ausverkauft. In vier Wochen wieder.“ und erklärte seinem Freund, der darüber verwundert war:
„Vier Wochen sind die Zeit, die wir brauchen, um das Gewerbe anzumelden, einen Onlineshop einzurichten und Ware auf Lager einzukaufen.“
Das Lager war damals noch ein einzelnes Regal in der Abstellkammer, einige Wochen danach war es schon die ganze Abstellkammer und nach rund einem halben Jahr wurde die Garage adaptiert, um die Menge an Waren aufnehmen und lagern zu können, die mittlerweile online geordert wurde.

Aber auch die Garage wurde schon bald darauf zu klein und die Beratung vor Ort zu intensiv: immer mehr Leute kamen nun auch schon direkt zur Garage – ohne zuvor online bestellt zu haben – um sich beraten zu lassen. Der reine Abholshop war überholt, die Nachfrage riesig.

Der nächste Schritt war dann vor etwa mehr als einem Jahr die Eröffnung des Flagshipstores 'e-dampfzigarette.at' in Hirtenberg in Niederösterreich.




Und die Erfolgsstory geht weiter:
In wenigen Wochen wird die nächste Filiale in Graz eröffnet und bis 2017 kommen noch zwei weitere Filialen dazu.
Der Kurs steht auf Expansion und dem Unternehmer ist klar, dass die gesamte Branche erst ganz am Anfang steht und die Entwicklung des Kundenpotentials noch nicht einmal richtig begonnen hat.

„Jetzt haben wir rund 1,5 Millionen Raucher und ca 300.000 Dampfer. In fünfzehn Jahren werden wir 300.000 Raucher und 1,5 Millionen Dampfer haben. Und das ist gut so, denn jeder, der durch das Dampfen zu rauchen aufhört, tut sich und seiner Gesundheit etwas Gutes und spart obendrein eine Menge Geld! Nicht nur bei sich selbst, denn jeder durch das Rauchen an einer Lungenerkrankung erkrankt und medizinische Hilfe, Therapie oder gar Operationen benötigt, muss finanziell durch die Behandlung durchbegleitet werden.“

Obmann des VFFED und Händler Thomas Baburek im Interview

Da hat Thomas nicht unrecht: die Kosten durch Gesundheitsschäden bei Raucherinnen und Rauchern sind sogar um ein vielfaches höher als die Einnahmen durch die Tabaksteuer. 2014 gab es dazu in Deutschland eine sehr interessante Auswertung, die in Zahlen versucht die Staatsausgaben für die Folgen des Tabakkonsums zu erfassen.
Zu den Kosten werden die medizinische Behandlung von Krankheiten, die durch das Rauchen entstehen sowie Arbeitsunfähigkeit und früheren Rentenbeginn aufgrund von Erkrankungen und schlechterer Leistungsfähigkeit als bei Nichtrauchenden gezählt. In Geld ausgedrückt bedeutet dies Kosten von fast 21 Milliarden Euro, gegenüber rund 14 Milliarden Euro, als eingenommen wurden.

(Quelle: statistisches Bundesamt und die Drogenbeauftrage der Bundesregierung Deutschland)

Und da sind wir dann auch schon bei einem Thema angekommen, dass die Gemüter erhitzt und (noch) viele Fragen offen lässt:

Die Regulierungsvorhaben der Regierung(en).

„Den VFFED haben wir damals gegründet, um eine Plattform für die Verfassungsklage gegen das irrwitzige Tabakmonopolgesetz zu haben. Alleine hätte das keiner von uns Händler stemmen können. Miteinander haben wir es dann geschafft!“, sagt Thomas dazu und wirkt dabei auch etwas emotional:

„Es regt mich auf, dass einerseits viele Händler – und es waren ja alle, egal ob Onlineshop, oder Offlineshop, von dem Wahnsinn betroffen – vor der Klage lauthals darum gerufen haben, dass wir etwas unternehmen sollen und alle haben bekundet, dass sie ihren Teil dazu beitragen werden und andererseits von den vielen Ja-Sagern dann nur mehr ganz wenige übrig geblieben sind, die die finanzielle und organisatorische Last für alle getragen haben. Ich muss jetzt sogar mittels eines Anwaltsschreibens die restlichen ausständigen Beitragszahlungen einfordern, weil einige sich schlicht davor drücken. Da geht es aber nicht um tausende von Euros!“
Dabei stört ihn weniger, dass es eben einige gibt, die gar nicht Teil der Klage sein wollten und denen das schlicht egal war, sondern die Händler, die sich nun teilweise sogar verleugnen lassen.

„Da geht’s bei einigen um € 500, die offen sind und die schlicht nicht zahlen wollen. Wenn einer nicht zahlen kann, weil das Geschäft schlecht geht – oder aus welchen Gründen auch immer – dann soll er doch bitte zum Telefon greifen und mich anrufen und wir werden eine Lösung finden. Aber sich gar nicht rühren – das geht nicht.“

Und die Klage gegen das Tabakmonopolgesetz ist ja nur ein Etappensieg, denn es stehen sowohl die Arbeiten gegen die irrwitzige TPD2 an, die sehr umfangreich und aufwendig sind, als auch die bereits jetzt beschlossene Klage gegen das Nichtraucherschutzgesetz, weil es schlicht ein Versuch des Gesetzgebers ist, durch die Hintertür doch noch die Dampfwaren den Tabakwaren gleich zu stellen.
„Da muss man jetzt was tun, sonst müssen wir unsere Waren ab dann auf der Straße verkaufen, weil nirgends mehr Dampf abgelassen werden darf.“, so Thomas dazu.

Baburek ist entschlossen für sein Business zu kämpfen

Auch, oder besser gerade bei der TPD2, wo viele Händler auch aus Unwissenheit heraus der Meinung waren: 'Nein, so wird die sicher nicht umgesetzt, da mache ich mir keine Sorgen“, etc.. setzt jetzt doch ein Umdenken und eine massive Bewegung ein, weil aus den Nachbarländern erkennbar ist, dass die möglichen kommenden Regulierungen das Sterben einer ganzen Branche bedeuten würde.

Ein guter Captain – und als solchen sehe ich Thomas Baburek in seiner Funktion als Obmann des VFFED – sucht sich auch eine gute Mannschaft für die Reise aus. Und zum Glück gibt es gute Steuermänner und Deckoffiziere, die das „Dampfschiff“ gemeinsam und strategisch gut ausgerichtet in eine hoffentlich für alle dampfreiche Zukunft führen können.

Unsere Aufgabe als Verbraucher bei diesen Vorhaben ist eigentlich ganz einfach: Dampfer bleiben und einkaufen – that's it.

Apropos einkaufen …. der Offlineshop in Hirtenberg sollte nicht unerwähnt bleiben:
Freundlich und sauber breiten sich auf gefühlten 100m² Fläche vom Wühltisch mit allerlei Aktionsware bis hin zum € 500 Edelgerät von Crovape jede Menge an Stoff aus, um den 'Haben-Will-Virus“ zu besänftigen.
Vom Einsteiger bis hin zum passionierten Profidampfer findet hier jede Dampferin und jeder Dampfer was. Und damit die Ware nicht ausgeht gibt es noch ein großes Lager nebenan das gut gefüllt ist.






Nicht zuletzt fallen auch die sehr freundlichen Mitarbeiter positiv auf, die einem nicht um jeden Preis alles auf's Auge drücken wollen, sondern durchaus auch einmal von einem Kauf abraten und statt dessen lieber einen Kunden haben, der gerne wieder kommt.

Unser Besuch bei Thomas Baburek und seinem Shop (e-dampfzigarette.at) macht uns als Dampfer Mut:
Nicht alle sind Glücksritter, die zufällig und nebenbei auf eine Goldmine gestoßen sind und denen die wirklichen Anliegen egal sind, weil sie ohnehin bald wieder zusperren.
Einige sind Kämpfer, Streiter und Visionäre für eine gemeinsame Sache. Und die setzen sich aktiv dafür ein, dass wir unsere Leidenschaft auch in Zukunft noch ausleben werden dürfen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

Und eines scheint mir gewiss:

O Captain! My Captain!
… our fearful trip is done ….

mag im Gedicht des Walt Whitman stimmen, aber in unserer Version der Geschichte wird der Captain überleben, gesund nach Hause kommen und noch zahlreiche Schlachten führen – und gewinnen.

Wir werden ihn und alle, die dabei mitmachen unterstützen.

Wie immer gebe ich an dieser Stelle keine Empfehlung für den Dampfshop, heute "e-dampfzigarette.at", ab – meine Eindrücke sind subjektiv und was mir gefällt, kann für Euch schon nicht mehr passend sein .

In diesem Sinne, mit Volldampf voraus und bis zum nächsten Mal, wenn es dann heißt:

Politische Lügen – wie man als Journalist mit ein wenig Aufwand die Arroganz und auch die Dummheit derer offenbart, die für uns arbeiten (sollten).

Und gleich darauf: der 'dampfende Reporter' – ein Kollege auf Fact-findig Tour unterwegs.

Bilder: Felix und Monique
Text: Felix und Monique

Mittwoch, 23. September 2015

Artikel 20 – ein Regulierungswildwuchs

... Martinas neues Testament 



Der Artikel 20 der EU-Richtlinie 2014/40/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 03. April 2014 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/37/EG hat das Zeug dazu, nicht nur zur heiligen Schrift der Abteilungsleiterin des Deutschen Krebsforschungszentrums - Stabsstelle Krebsprävention und WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle zu werden (man verzeihe mir hier bitte die langatmige Bezeichnung), sondern – und das noch viel mehr – zu einer weiteren Regulierungsabsurdität abseits der Krümmung der Banane zu werden.




Ich denke, damit habe ich schon einmal ganz gut meine grundsätzliche Einstellung gegenüber der mit Mai 2016 in Kraft tretenden EU-Richtlinie zum Ausdruck gebracht.
Und eigentlich könnte ich hier schon wieder aufhören und statt einem langatmigen Text schöne Bilder von schönen Menschen mit Dampfgeräten reinstellen, ein paar Wortkreationen unter Anführungszeichen stellen, damit es wieder ein wenig Aufregung gibt und gut ist's …...

Eigentlich …

Weil es offenbar ohnehin allen egal ist, was da für ein Schwachsinn auf uns Dampfer, Händler und Hersteller in Österreich zukommt.
Wohl gemerkt: in Österreich ….
Wie ich auf diese Feststellung komme? Ganz einfach:
Seit April – genauer gesagt seit dem 03.04.2015 ist dieser Regulierungswahnsinn offiziell verlautbart und für jeden, der sein Business ernst nimmt und nicht nur auf den schnellen Euro aus ist – also auch das vorauszusetzende betriebswirtschaftliche Interesse für eine zukunfts- und marktorientierte Unternehmensführung mitbringt – offen und ohne Barrieren sogar in deutscher Sprache einsehbar.
Und seit nunmehr fünf Monaten gibt es - außer ein paar gut gemeinter Ansätze zu Diskussionen zu dem Thema: nichts.

Konstruktive Vorschläge? Keine.
Eine professionelle Aufarbeitung der Richtlinie durch anwaltlichen Beistand: Fehlanzeige.
Politisches Lobbying: nicht einmal im Ansatz.
Zusammenfassung und Bindung von Ressourcen für ein gemeinsames Vorgehen der Händler: ein Wunschdenken.

Zur Zeit ist es tatsächlich so, dass die Händler in Österreich im Allgemeinen zu Beitragstätern bei der regulierten Abschaffung des eigenen Handelsplatzes für Dampfgeräte und Liquids mit Nikotin geworden sind. Die wenigen Ausreißer aus dieser allgemeinen Lethargie und geradezu bedingungslosen Kapitulation vor einer eigentlich in sich schon zum Scheitern verurteilten Richtlinie sind an einer Hand abzählbar und finden sich im Moment wohl nur am Wiener Rathausplatz wieder, wo zumindest versucht wird, eine Linie, eine Strategie zu entwickeln.

Dabei sind die notwendigen Informationen, um diesem Irrsinn entgegen treten zu können nicht einmal schwer zu finden. Als Beispiel sei hier der lesenswerte Blog von Jens Mellin (blog.rursus.de) erwähnt, oder auch die Beiträge auf liquid-news.com, die den Inhalt des Artikel 20 der TPD2 schön einfach aufbereitet haben.
Das wäre zumindest schon einmal ein Rechercheansatz, der weiter führt. Zu Dr. Mayer zum Beispiel, der ebenfalls gute Ansätze dazu hat, oder auch dazu, dass es zwar viel Arbeit, aber keine unlösbare Aufgabe ist, sich dem Wildwuchs der Regulierungswut der EU zu stellen und dagegen anzugehen.



Es muss ja nicht gleich eine Anfechtungsklage sein, wie gerade von Totally Wicked vorgezeigt: das kostet eine Menge an Geld und Ressourcen, die man erst einmal haben muss.
Und auch die französische Lösung, wo in einer eigenen Art von Regulierungsvorschlag gleich auch einmal der Durchmesser der Einfüllöffnungen bei den Verdampfern vorgeschlagen wird, ist nicht die Lösung für unseren Markt, für unsere Gesetzgebung.

Vielmehr kann und sollte es ein aktives Zugehen auf den österreichischen Gesetzgeber sein, der ja völlig uninformiert und auch desinteressiert an der Ausarbeitung einer eigenen nationalen Richtlinie ist. Eine eigene, nationale Richtlinie – die dann die Richtlinie der EU interpretieren könnte – das wäre das Wunschziel.

Wir Dampfer können das nicht. Wir können nur unterstützend tätig sein – am besten durch Käufe, damit der Markt und die Händler leben können und uns wieder und weiter mit Boxen, Mods, Verdampfern, Liquids und Aromen versorgen können.

Anders gesagt:
Die Händler haben hier eine große Holschuld, die noch nicht bedient worden ist. Noch wird vereinzelt theoretisiert, statt gemeinsam praktisch gehandelt.
Dieses Manko gilt es jetzt – und nicht übermorgen – auszumerzen und den tatsächlich drohenden Todesstoß der Missgeburt des Artikel 20 der TPD2 in eine Chance für den Markt und auch uns Dampfern zu wandeln.

Ein Denkanreiz:

Aromen fallen unter das Lebensmittelrecht
Liquids sind Genussmittel
Nikotin ist kein Suchtgift
Dampfgeräte, Liquids und Aromen sind keine Tabakwaren
Kennzeichnung und Auszeichnung für Lebensmittel sind obligat und erprobt
Hersteller müssen in die Pflicht genommen werden und ihren Teil dazu beitragen, dass ihre Waren verkauft werden können.

Ich bin der Meinung, dass es falsch ist, darauf zu hoffen, dass schon irgendjemand Anderer irgendwas lösen wird. Oder anders gesagt: es kann sein, dass Totally Wicked für Gericht recht bekommt – es kann aber genauso gut sein, dass das Gegenteil eintritt.
Im besten Falle bedeutet das, dass die Richtlinie auf den Stand von 2012 zurückgesetzt wird und die EU aus ihren Fehlern lernen wird. Im schlimmsten, dass wertvolle Zeit mit Warten auf Godot vergeudet wurde, die dann schlicht fehlt, um eigene kreative Vorschläge professionell auszuarbeiten.
Es bleiben nur mehr wenige Monate, um hier aus eigener Kraft Vorschläge auszuarbeiten, mit Gutachten zu untermauern, eine Sachverständigen zu benennen und politisches Lobbying zu betreiben, um einen eigenen praktikablen Vorschlag zur Umsetzung der TPD2 einzubringen.

Die Händler müssen verstehen lernen, dass sie gerade Teil von etwas völlig Neuem sind – dass hier ein neuer Markt am Entstehen ist, der so gewaltig ist, dass er Regierungen auf den Plan ruft und milliardenschwere Industriezweige gemeinsam mit 28 Finanzministerien am Spieltisch sitzen, die nur ihre eigenen Interessen vertreten.
Ein neuer Markt, der nun mit einem ersten Regulierungsversuch umgeordnet werden soll.
Und das mit allerlei kreativen Ansätzen – von der angeblichen damit zu behebenden Unsicherheit von Herstellern, Händlern und Verbrauchern über die Jugendschutz-Keule, den in Wahrheit nicht erklärbaren gesundheitlichen Bedenken bis hin zu fiskalpolitischen Erwägungen, die in noch kreativeren Wortschöpfungen versteckt werden.

Kleingeistige Streitereien, meist um des Kaisers Bart, unter den Händlern – wer wann wie oft wo erwähnt wird, sollten der Vergangenheit angehören und dürfen zukünftig keine Rolle mehr spielen. Einigkeit muss dort Platz greifen, wo der Futterneid am (noch erreichbaren) vollen Trog vorherrscht.
Sonst gibt es schlicht keinen Trog mehr.....

Der Artikel 20 der TPD2 war nicht mehr und nicht weniger als ein Muss:
Die Händler und Hersteller haben es verabsäumt, eine der Grundregeln der Marktwirtschaft zu befolgen und haben ihr Produkt, ihre Branche schlicht nicht beworben – und zwar, wo es darauf ankommt.
Jahrelang wurde es unterlassen, einen Teil des Umsatzes dafür aufzuwenden, um das allen Dampfern bekannte Gute am Dampfen unter die Leute, in die Medien und in die Politik zu bringen.
Statt dessen wurde dieser Platz der unheiligen Martina überlassen, die Tun und Lassen konnte, wie es ihr gefiel.
Das gesamte Auftreten nach außen hin hat man schlicht ein paar engagierten Bloggern überlassen, die dafür auch nicht gerade viel an Dank erfahren haben.
Deshalb hat das Dampfen auch den negativen Medienwert, den es jetzt eben hat - weil nichts dafür getan wurde, das anders berichtet wird und genau deswegen war es ei Muss, das die EU derart überzogen reagiert: weil das Dampfen dank Martina und Co derart verrufen ist, dass einem übel wird.

Mein Rat an dieser Stelle und meine große Bitte an die Händler und Hersteller – weil ich nicht in fünf Jahren einer kriminellen Handlung beschuldigt werden möchte, wenn ich dampfe:

Rund 300.000 Dampfer in Österreich müssen sich auf Euch verlassen – also kommt endlich in die Gänge, verdient Euch Euer Geld und reguliert Euch den Markt selbst! Jetzt habt ihr noch die Chance, aktiv mitzuwirken und mitzugestalten.
Nach dem Mai 2016 seid ihr nur noch Beifahrer und wir Dampfer diejenigen, die mit Euch leiden werden – obwohl wir Euch dafür bezahlen, dass wir unser Liquid und unsere Hardware uneingeschränkt kaufen können.

Das könnte in wenigen Monaten unerreichbar werden für uns:





Wir lesen uns nächste Woche wieder, wenn es dann heißt: zwei Brüder und die Idee zu einem außergewöhnlichen Stück Handwerkskunst – KuK – fast schon ein wenig Dampfermonarchie

Vape on!

Autor: Felix
Bilder: Felix, google
Links:

Amtsblatt der Europäischen Union zur TPD2




Montag, 27. Juli 2015

Vertrauen gewinnt - Misstrauen verliert

Gemeinsam, oder doch einsam?



Seit wenigen Tagen erst ist unser Blog online, hat erst drei Artikel im Archiv und doch schon mehr als 3000 (!) Zugriffe.

Das freut uns sehr - haben wir doch was zu sagen und wollen auch gehört/gelesen werden.

Wir wollen von Anfang an ein wenig anders sein, als übliche Blogs zu dem Thema - vom Inhalt her nicht so technisch strukturiert wie ein Review-Blog und nicht dem Boulevard verfallen wie viele andere Blogs.
Deshalb wird es wahrscheinlich auch nicht jeden Tag einen neuen Artikel geben: mehr Qualität statt Quantität.
Vielleicht wird es auch Geschichten in romanesker Form geben - erzählend und anregend, nicht anklagend und bestimmmend. Obwohl es das auch geben wird. Wir wollen anders sein: Dampfer und Dampferinnen, die sich kritisch, sachlich und möglichst gut recherchiert mit allem, was das Dampfen betrifft auseinandersetzen.

Und es wird immer eine eigene Meinung sein, die hier zu lesen ist: wir sind nicht fremdfinanziert, gehören keinem Trust an, sind nicht parteipolitisch und von niemandens Gnaden in unserer Berichterstattung abhängig.

So, nun zur Aufklärung, warum es diesen, heutigen Artikel überhaupt gibt:

Unser letzter Artikel "Nichtrauchen und Nichtdampfen" wurde in den sozialen Medien öfter geteilt und hat einige Reaktionen hervorgerufen. Gut so - das wollen wir auch: wir wollen zum Nachdenken und auch zum Handeln anregen.
Und wie immer bei Beiträgen, die vielleicht sogar kontrovers sind, gibt es auch solche Meldungen dazu:

Aha - na dann ....

Abgesehen davon, dass es ein Impressum gibt, ist es faszinierend zu beobachten, wie sehr hier die Priorität auf die Person des/der Blogbetreiber gelegt wird - anstatt auf den Inhalt.
Als wenn das einen Unterschied machen würde, ob nun "Franzi Wasweissich" oder "Kurt Tutnichtgut", oder "Karl Dergroße" den Artikel geschrieben hat...

Macht es einen Unterschied? Wir denken nicht, denn an den Fakten gibt's nichts zu rütteln - egal, wer sie geschrieben hat und persönliche Meinungen sind eben das: persönliche Meinungen und Erfahrungen.

Im Gegenteil: viel zu oft wird der Inhalt eines Beitrages mit der Persönlichkeit und dem Beruf Person, die ihn geschrieben hat identifiziert. Nach dem Motto: "na, wenns der/die schreibt, wird's schon stimmen...."
Und das ist bei dieser Art von Blog - verzeiht mir die Wortwahl: Blödsinn.
Warum? Weil wir hier die eigene Meinung schreiben - zwar mit Fakten unterlegt (soweit recherchierbar), aber in der Erzählung interpretiert. Das bedeutet nichts anderes, als das, was hier geschrieben steht, keinesfalls als Ultimo Ratio zu verstehen ist und auch nicht so verstanden werden soll!

Trotzdem - und zwar nur deshalb, weil wir weiteren "Vermutungen" keinen Vorschub leisten wollen:
Wer betreibt den Blog?
Es sind allesamt JournalistInnen und Mitglieder des ÖFJ (Verband der österreichischen FotojournalistInnen). BerufsjournalistInnen, die für unterschiedliche Medienträger arbeiten (Radio, TV, Print) und schon berufsbedingt Zugang zu vielen Informationen haben. Zum Beispiel arbeiten unsere Mitglieder auch als Berichterstatter aus dem Parlament.

(Grundsätzlich gibt es bei uns auch die Möglichkeit, als Gastautor einen Artikel zu schreiben. Sandra Müller ist zum Beispiel eine Gastautorin. Wie das geht steht am Ende dieses Artikels.)

Und hier ein kleiner Überblick über die ständigen Redakteure/Schreiberlinge und Bildermacher:




Wolfgang, Journalist, Fotograf, Raucher - dann Dampfer und jetzt ohne Rauch und ohne Dampf unterwegs.


Monique, Journalistin, Fotografin, ehemals Raucherin und jetzt Dampferin - die Frau mit dem Motivfinger

Felix, Journalist, Fotograf, Raucher und jetzt begeisteter Dampfer.

By the way: die Webadresse wurde von einem weiteren Vorstandsmitglied des ÖFJ registriert - wiewohl das eigentlich derart uninteressant ist, dass es schon wieder schmerzt.

Warum schreiben wir eigentlich in diesen Blog, auferlegen uns diese Arbeit, nehmen Geld in die Hand, wenden Zeit dafür auf?
Weil wir es können - that's ist.

Mal im Ernst: dieser Blog bringt uns beruflich sicher nicht weiter, wir verdienen kein Geld damit und es wird nicht unser Hauptbetätigungsfeld sein/werden.
Aber wir haben was zu sagen und wir wissen wie.

Unser Vorschlag daher:
Anstatt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wer hinter diesem Blog steht wäre es klüger und mit Sicherheit wichtiger, die Anliegen der Dampfer auf Schiene zu bringen - oder etwa nicht?

Wollen wir nicht gemeinsam etwas erreichen - nämlich, dass wir dampfen dürfen, ohne diskriminiert zu werden? Oder wollt Ihr alleine, wehklagend und jammernd am Ende dastehen mit einer neuen Regulierung, die wir alle nicht wollen?

Gemeinsam, oder einsam?

Wir sind für das Gemeinsam, weil Dampfer anders sind, weil wir auch anders sein wollen.

Wer hier schreiben möchte schreibt uns eine Nachricht in die Kommentarbox und bekommt dazu eine Antwort von uns.

In diesem Sinne:

Vape on!


Donnerstag, 23. Juli 2015

Nichtrauchen und Nichtdampfen

Alles was dampft....


Hey Leute, falls es untergegangen sein sollte: ab 2018 wird das absolute Rauchverbot in allen Lokalen scharf gestellt werden, so wurde im Gesundheitsausschuss im Parlament entschieden.

Wir Dampfer sind hier "im Pfusch" mitgelaufen, um es leger auszudrücken:

Ob es an mangelndem Wissen liegt, oder doch geplantes und bewusstes Entscheiden und Handeln war, dass unsere Politiker zu diesem infernalen Schwachsinn hat hinreißen lassen, das wollen wir uns einmal ansehen.

"Alles was dampft und man sich in den Mund stecken kann, muss verboten werden..." (c) BM Oberhauser

Dazu müssen wir ein wenig ausholen und uns die letzte - fast ebenso infantile - Entscheidung der österreichischen Regierung ansehen - die dann letztendlich nach einer Klage vor dem Verfassungsgerichtshof ja gekippt worden ist. Den Begriff "Gesetz" möchte ich hier gar nicht zur Anwendung bringen.

Bei dieser nunmehr gekippten "Entscheidung" das Dampfen unter das Tabakmonopol zu stellen, ging es vordergründig um den Jugendschutz, die Gesundheit, einen nicht vorhandenen "Gateway-Effekt" (dazu gibt es bereits seit 2014 eine mehr als nur aussagekräftige Studie aus Frankreich, die unzweifelhaft belegt, dass Dampfen keinesfalls zum Rauchen führt: Quelle Le Parisien) und um den Schutz der Trafikanten.
Tatsächlich aber ging es hier nur um das schnöde Geld: Nur durch die Unterbringung in das Tabakmonopolgesetz hätte der Gesetzgeber / die Regierung eine Menge an Mehreinnahmen durch zusätzliche Steuern lukriert, die Tabakindustrie hätte die volle Kontrolle über das Konkurrenzprodukt gehabt und die Pharmaindustrie hätte in Ruhe weiterhin unwirksame "Allheilmittel" gegen das Rauchen und jede Menge an Arzneimittel wegen der Folgen des Rauchens verkaufen können - und damit auch weiterhin Milliarden gescheffelt.
Und die WHO hätte einen weiteren Schritt zur vollkommenen Bevormundung getan.
Das ist nun Geschichte. So weit so gut.

Aber:

Die jetzige Entscheidung, das Dampfen mit in das totale Rauchverbot einfließen zu lassen war ja noch auf der irrigen Annahme begründet, dass das Dampfen und die E-Zigaretten insbesondere unter das Tabakmonopolgesetz fallen würden - und dann per Gesetz quasi auf einer Stufe mit dem Rauchen stehen würden. Also auch schädlich, krebserregend, etc... sein würde - zumindest per Gesetzesdefinition.

Frau Bundesminister Oberhauser dazu in einer Pressekonferenz, bei der wir das obige Bild gemacht haben und auch gleich ein paar Fragen gestelllt haben (wie zum Beispiel: wie lässt sich das vereinbaren, dass man zigarettensüchtige Menschen, die den Absprung von der Zigarettensucht durch das Dampfen geschafft haben, wieder zurück zum "Zigarettendealer" schickt, um sich mit Liquids, etc... eindzudecken?):
"Nun ... Ähhhh.... na ja, alles was dampft und man sich in den Mund stecken kann muss verboten werden....!"
Dieses Unwissen, diese Unsicherheit und dazu das tatsächliche Halbwissen der Vorpredigerin, Wahrsagerin, Kaffeesudleserin und Konjunktivkönigin (könnte sein, ist möglich, vielleicht wahrscheinlich, ....) von eigenen Gnaden aus Deutschland - Frau Dr. med. Pötschke-Langer (Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im DKFZ), dem man in der österreichischen Regierung ja ungeprüft und blind gehorsam gefolgt ist - diese Zutaten haben dann schließlich dafür gesorgt, dass es ein totales Rauch- und Dampfverbot gibt.

Wie dumm das eigentlich ist, braucht man nicht mehr extra ausführen, aber der Vollständigkeit zuliebe sei schon angeführt, dass dann per Definition ("...alles was dampft....") auch Asthmasprays, Inhalatoren und dergleichen noch mehr an Gerätschaften ebenfalls zumindest mit einem schielenden Auge des Gesetzgebers betrachtet werden müssten - nicht wahr?

Genug der Satire und der Dummheit.

Es ist an der Zeit, dass wir aufstehen und reinen Tisch machen. Nicht nur am Dampferstammtisch zu fünft große Reden schwingen und sich mitleidsvoll auf die Schulter klopfend wehklagen, sondern verdammt noch einmal: AUFSTEHEN UND HANDELN!

Wir sind nicht das Stimmvieh, das nichts anderes zu tun hat, als lemmingenhaft und wehklagend hinterher zu traben, wenn vorne irgendeine Richtung vorgegeben wird, die uns nicht passt!

Unsere Zahl ist Legion! Wir sind viele und wir haben eine Stimme! Jeder einzelne von uns hat eine Stimme und die will gehört werden!

Geht zu Eurem Händler, macht ihn/sie darauf aufmerksam, dass ihr mit diesem totalen Rauch- und Dampfverbot NICHT einverstanden seid!
Fordert Eure Händler dazu auf, für Euch einzustehen!
Warum?
Weil die Händler von Euch - von uns - leben! Weil sie besser organisiert sind! Weil sie bereits einen Sieg errungen haben!

Nutzt Eure Reichweiten in den sozialen Netzen! Macht darauf aufmerksam, dass eine derartige und willkürliche Bevormundung nicht nur Euch gegen Strich geht, sondern tatsächlich in Euer / unser Verfassungsrechtlich geschützte Entscheidungsfreiheit eingreift und diese ebenso willkürlich außer Kraft setzt!

Oder .... ihr setzt Euch wieder hin und tut nichts. Wie schon viele Monate und Jahre lang. Dann wird es das totale Rauch- und Dampfverbot tatsächlich geben. Und bestimmt nicht nur in Gasthöfen und Lokalen....

Wir müssen selbst dafür sorgen, dass hier eine klare Trennung zwischen Dampfern und Rauchern geschaffen wird. Niemand sonst wird das für uns tun.

Prof. Dr. Bernd Mayer hat sich bereits angeboten, uns allen dabei zu helfen - also tun wir das unsere dazu, damit seine Hilfe auch angenommen wird.



Wir Dampfer sind keine Raucher und das von uns an die Umwelt abgegebene schadet nicht, dazu gibt es genug Studien die diesen Umstand belegen.

Wir Dampfer müssen abermals den Verfassungsgerichtshof anrufen und auf unserem Recht bestehen.

Also spucken wir uns in die Hände und tun wir was - go for it!



Vape on!


 

Impressum

Erstellung und Verantwortlich für den Inhalt:
ÖFJ - Österreichische Fotojournalistinnen und Fotojournalisten
Zuständigkeit: Landespolizeidirektion Wien, Referat Vereins-, Versammlungs- und Medienrechtsangelegenheiten
ZVR 549473704

Disclaimer

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